Vorwort

Liebe Leserinnen, Liebe Leser

Vor einigen Jahren erhielt ich zum Kauf einer neuen Nikon-Kamera die Einladung zu einer Sonntagsmatinee in einem kleinen Kino in Bern. Der gezeigte Dokumentarfilm der beiden Schweizer Regisseuren Jonas Frei und Manuel Schweizer hatte den Titel “Camino de Santiago” und bestand aus Interviews von Pilgerinnen und Pilgern über ihre unterschiedlichen Motivationen, den Jakobsweg zu gehen.

Seither ging mir dieser Weg nicht mehr aus dem Kopf.

Auf der Suche nach weiteren Informationen zu diesem Thema fand ich das Buch “Ich bin dann mal weg” von Hape Kerkeling welches mich zusätzlich motivierte diesen Weg ebenfalls zu gehen. Mit vielen YouTube-Videos über Rucksäcke, Schuhe, Packlisten, Wegstrecken, Unterkünfte ect. informierte ich mich anschliessend immer weiter und weiter und weiter…

Da ich den Jakobsweg von zu Hause aus starten wollte, musste ich eine Zeit abwarten welche es mir erlaubte, gute 4 Monate am Stück frei zu nehmen um dieses Vorhaben in die Tat umsetzen zu können.

Diese Zeit ist nun gekommen und ich kann am Freitag, 21. Juni 2019 dieses Abenteuer beginnen. Nach dem Motto “Der Weg ist das Ziel” werde ich Schritt für Schritt versuchen, jeden Tag auf diesem Weg zu geniessen und nur im Hinterkopf das über 2’000 km entfernte Santiago de Compostela zu behalten.

Diejenigen von euch welche meinen Blog abonnieren werde ich gerne auf meine Reise “mitnehmen” und so meine Erlebnisse und Eindrücke mit euch teilen. Ich freue mich auch auf viele Kommentare von euch!

In diesem Sinne: Buen Camino!

Euer Jürg

Tag 1 - von Münsingen nach Rüeggisberg (18km)

Freitag, 21. Juni 2019

Meine Lieben

Heute war es also nun soweit! Nach all den Jahren in welchen ich den Jakobsweg im Kopf hatte war der lang ersehnte Tag gekommen. Bis vorgestern sah es noch so aus als würde es heute den ganzen Tag regnen, wir – Therese Blumenthal meine “Mit-Pilgerin” die mich bis Nyon begleitet und ich hatten aber Glück und es regnete nur ab und zu.

Der Weg von Münsingen über Gerzensee, Kirchenturnen, Hasle bis Rüeggisberg war leider praktisch zu 99% geteert, also nicht mein Lieblinsbelag…

Die Landschaft dagegen war grossartig! Viele ausländische Touristen zahlen ein kleines Vermögen wenn Sie dies sehen möchten.

Da die Blasen heute schon mal ausgeblieben sind können wir uns voll auf unser Nachtessen im Restaurant Viva freuen.

Unsere Unterkunft ist auf 2 Häuser aufgeteilt. Therese übernachtet bei der Familie Trachsel und ich bei der Familie Willen. Wir haben beide sehr schöne Zimmer mit eigenem Bad und eine herrlichen Aussicht bis auf Thun (der See ist leider ein wenig im Dunst).

Und nun habe ich noch einige Impressionen vom heutigen Weg für euch festgehalten.

Ich wünsche euch einen schönen Abend, Buen Camino und bis Morgen, Euer Jürg

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